Dringender Appell an österreichische Regierungsmitglieder, Parlamentarier und Politiker, ihre Verantwortung und staatliche Sorgfaltspflicht wahrzunehmen und zu erfüllen

Forderung nach einer sofortigen Regelung für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Entwicklung der bebauten Umwelt.

Wir Bürgerinnen und Bürger Österreichs fordern unsere Regierungsvertreter und Politiker auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene auf, ihrer rechtlichen, politischen, ethischen und moralischen Verpflichtung nachzukommen, uns und unsere Gemeinden vor wissenschaftlich begründeten Bedrohungen und weiteren Schäden für die Umwelt zu schützen.

Der Zwischenstaatliche Ausschuss der Vereinten Nationen für Klimaänderungen – UN Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – hat kürzlich berichtet, dass der drohende Klimawandel schneller voranschreitet als bisher angenommen und dass große Teile des Planeten bald unbewohnbar sein werden.   Der IPCC warnte, dass die Menschheit die Erwärmung nicht auf 2°C begrenzen kann, wenn nicht radikalere und sofortige Maßnahmen ergriffen werden – die Schwelle für weitere verheerende Dürren, Brände, Überschwemmung, Stürme und andere vom Menschen verursachte Umweltkatastrophen.

Unsere Gemeinden sind durch die fortgesetzte Zerstörung der lokalen Umwelt und Biosphäre durch eine nicht nachhaltige und unverantwortliche Bebauung von Land und Liegenschaften bedroht.  Die Bebaute Umwelt – Gebäude und Infrastruktur – ist für fast 50 % der jährlichen weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich, und die rasche Zersiedelung der Landschaft und Umwelt gibt Anlass zu großer Sorge.

Obwohl sich die Regierung offiziell verpflichtet hat, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen, gibt es immer noch keine konkreten Pläne für den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe, werden weiterhin große Straßen- und Autobahnprojekte durchgeführt, und die rasche Verstädterung des Landes wird gefördert und zugelassen.

Österreich arbeitet immer noch an nationalen Definitionen der Bodendegradation auf nationaler Ebene, während die nicht nachhaltige und zunehmende Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung weiterhin die begrenzten Bodenressourcen und die Umwelt zerstört.

Der wissenschaftlich fundierte Bericht fasst die aktuellen Erkenntnisse über die Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme, Gemeinden und Städte, Siedlungen, Infrastrukturen und industrielle Systeme zusammen.  Der IPCC Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit radikaler Klimamaßnahmen, um in einer Klimasicherheitszone unter 2°C zu bleiben und umwälzende Anpassungsmaßnahmen zu beschleunigen.

Der IPCC-Bericht zeigt die Schwachstellen und künftigen Risiken auf, die mit verschiedenen sozioökonomischen Entwicklungsszenarien verbunden sind.  Er veranschaulicht die eindeutige Bedrohung des Ökosystems, indem er die direkten Auswirkungen des Menschen – Landnutzungsänderung, Verschmutzung, Übernutzung, Fragmentierung und Zerstörung – mit dem Klimawandel in Beziehung setzt.

Um uns vor weiterem irreversiblen Schaden zu bewahren, fordern wir unsere Regierungsvertreter und Politiker auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene auf, die weitere Entwicklung der bebauten Umwelt zu regulieren, um die drohenden drastischen Umweltauswirkungen zu verringern.

Um die globale Erwärmung auf 2°C zu begrenzen, sind alle an der Entwicklung unserer Lebensräume Beteiligten aufgerufen, dafür zu sorgen, dass Gebäude und Infrastrukturen so gestaltet werden, dass CO2-Emissionen möglichst vermieden werden und das Ökosystem – Land, Pflanzen und natürlicher Lebensraum – so weit wie möglich geschützt wird.  Dies muss von unseren Regierungsbehörden geregelt und für die weitere Entwicklung der bebauten Umwelt verbindlich gemacht werden.

Wir Bürger von Österreich fordern von unseren Politikern und Regierungsvertretern sofortiges Handeln und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und zur Verhinderung einer nicht nachhaltigen und unverantwortlichen Nutzung der Ressourcen für die weitere Entwicklung unserer Gemeinschaften.  Um das Schlimmste zu verhindern, müssen wir jedes Instrument nutzen und jede Maßnahme ergreifen, um die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und unsere natürlichen Ressourcen zu schützen, um die drohende ökologische und sozioökonomische Katastrophe zu verhindern.

Sie, an die diese Petition gerichtet ist, sind rechtlich, politisch, ethisch und moralisch verantwortlich für die sofortige Verabschiedung dringender umwelt- und klimapolitischer Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, um Ihrer regierungsamtlichen und behördlichen Verantwortung und Fürsorgepflicht uns gegenüber gerecht zu werden.

"Wenn wir die globale Erwärmung auf 1,5°C begrenzen wollen, heißt es jetzt oder nie", sagte der co-Vorsitzende der IPCC-Arbeitsgruppe, die den Bericht erstellt hat.  "Ohne sofortige und tiefgreifende Emissionssenkungen in allen Sektoren wird das nicht möglich sein", warnt er.

Petition Addressee(s):

- Alexander Van der Bellen, Dr. (Bundespräsident)
- Karl Nehammer, MSc (Bundeskanzler)
- Werner Kogler, Mag. (Vizekanzler)
- Leonore Gewessler, BA (Bundesministerin)
- Norbert Totschnig, Mag. MSc (Bundesminister)
- Susanne Kraus-Winkler, Mag. (Staatssekretärin)
- Hans Peter Doskozil, Mag. (Landeshauptmann von Burgenland)
- Peter Kaiser, Mag. Dr. (Landeshauptmann von Kärnten)
- Johanna Mikl-Leitner, Mag. (Landeshauptfrau von Niederösterreich)
- Thomas Stelzer, Mag. (Landeshauptmann von Oberösterreich)
- Wilfried Haslauer, Dr. (Landeshauptmann von Salzburg)
- Hermann Schützenhöfer (Landeshauptmann von Steiermark)
- Günther Platter (Landeshauptmann von Tirol)
- Markus Wallner, Mag. (Landeshauptmann von Vorarlberg)
- Michael Ludwig, Dr. (Landeshauptmann und Bürgermeister von Wien)
- August Wöginger (Obmann des Parlamentsklubs der ÖVP)
- Pamela Rendi-Wagner, MSc. Dr. (Vorsitzende des Parlamentsklubs der SPÖ)
- Herbert Kickl (Obmann des Parlamentsklubs der FPÖ)
- Sigrid Maurer, BA (Obfrau des Parlamentsklubs der Grünen)
- Beate Meinl-Reisinger, Mag. MES (Obfrau des Parlamentsklubs der NEOS)

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Ein Aufruf an Österreich zum sofortigen Handeln – bevor es zu spät ist!

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23 Bettina T. Burgenland Austria
22 Bernhard A. Brussels Belgium
21 Edelheid H. Innsbruck Austria
20 Helga P. Wien Austria
19 Aygül H. Linz Austria
18 Josef M. München Germany
17 Michael A. Baden Austria
16 Peter S. Wien Austria
15 Christian F. Dornbirn Austria
14 Pavel S. Kyiv Ukraine
13 Ahmet Y. Linz Austria
12 Renate M. Eisenstadt Austria
11 Daniel H. Telfs Austria
10 Barbara K. Graz Austria
9 Franz A. Eggerding Austria
8 Martina F. Wien Austria
7 Alexander M. Hallein Austria
6 Kerstin P. St. Valentin Austria
5 Steve S. Sydney Australia
4 Gerald K. St. Pölten Austria
3 Peter K. Klagenfurt Austria
2 Philip R. Brussels Belgium
1 Gregory A. Baden Austria

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Anonymous
Anonymous
27 days ago

Vielen Dank für die Gelegenheit, unsere Regierungsvertreter und Politiker aufzufordern, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und uns vor der drohenden Umweltkatastrophe zu schützen.